Geschichte

Aus dem VOLKSKUNSTHAUS, den seit 1986 existierenden künstlerischen Werkstätten im Thälmannpark, wurde am 25. November 1994 der gemeinnützige Verein KUNSTHAUS e.V. gegründet. Dieser Verein besteht aus derzeit 23 Mitgliedern, welche professionelle Vertreter der Bereiche darstellende und bildende Kunst sind.

Der KUNSTHAUS e.V. bietet in den Räumen des Kulturamtes Pankow, Danziger Strasse 101, 10 405 Berlin, ein breitgefächertes Programm bildnerischer und theaterpädagogischer Kurse an. Das Malatelier, die Keramikwerkstatt, das Fotolabor, der Theatersaal beherbergen nicht nur Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, kreative Zirkel für Senioren und Laienkünstler, sondern auch Förderkurse für besonders Begabte. Aus vielen dieser seit Jahren laufenden Mal-, Zeichen- und Theaterkurse gingen spätere Kunst- und Schauspielstudenten hervor.

Daneben wird von den Kunst- und TheaterpädagogInnen des KUNSTHAUS e.V. auch die Ferienbetreuung von Schülern angeboten, Ausstellungen und Theateraufführungen organisiert, gemeinsame Exkursionen und Workshops durchgeführt. Beispielsweise wurde im Jahr 1997 vom KUNSTHAUS e.V. das traditionelle Praterpleinair wieder aufgenommen, das 1980 von dem Prenzlauer Berger Künstlern Wolfgang Leber, Wulf Sailer und Margot Sperling in Zusammenarbeit mit der Galerie am Prater gegründet wurde und nach der Wende nicht mehr fortgesetzt werden konnte. Im Jahr 1997 wurde dieses Pleinair von den damaligen Kunstschülern und Studenten von Sailer und Leber sowie von den nunmehr freischaffenden Künstlern und Dozenten, Bernd Chill, Michael Hegewald und Bernhard Leue wieder initiiert. Die zweite Generation der TeilnehmerInnen am Praterpleinair stellt ihre Arbeiten in der Ausstellungsreihe der Galerie parterre in der "Try" aus. Es sind zum Teil KunststudentInnen oder bereits freiberufliche KünstlerInnen aus Pankow bzw. anderen Stadtbezirken Berlins. KUNSTHAUS e.V. organisierte mit den Schweizern DozentInnen von "Maxi Beaux-Arts" (Verein für Kunst und Kulturförderung Jugendlicher in der Schweiz) ab 1996 einen regen Kulturausstausch.
So kamen 1996 die Schweizer DozentInnen nach Berlin, und 1997 fuhren die Berliner KünstlerInnen nach Fribourg.
- Der Fotokurs machte eine Studienreise nach London
- Besuch der "Art" in Basel von KursteilnehmrInnen und DozentInnen
- Malkurs auf Kreta und Workshops in Fribourg
- Malkurs in Ahrenshoop
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Seit März 2002 ist der KUNSTHAUS e.V. Organisator des Jugendtheaterfestivals DA CAPO und bietet den Gymnasien im Bezirk Pankow zum Schuljahresende eine themenspezifische Projektwoche an. Die Schulen - ca. 4 bis 5 Klassen - bereiten sich im Unterricht zu einem bestimmten Thema vor. Hierbei wird nicht nur der Theaterbereich bedacht, sondern auch angrenzende Bereiche, wie Videoinstallation, Bühnenbau, Technik, IT, Ausstellung zum Thema etc.
Ziel ist es, die SchülerInnen aus dem Schulalltag und dem Schulgebäude herauszulösen und in Form einer Projektwoche alternative Herangehenssweisen an das gestellte Thema zu vermitteln als die, die sie in der Schule während des Unterrichts praktiziert haben. Zum Ende der Projektwoche wird stets eine abschliessende Darbietung vor Publikum präsentiert.
Im Jahr 2003 wurde das Thema "Die Wende - Deutsche Geschichte nach 1961" gewählt. 50 SchülerInnen arbeiteten im Unterricht an den MAUERSTÜCKEN von Manfred Karge.
In der Projektwoche wurde von den SpielleiterInnen des KUNSTHAUS e.V. das Theaterstück inhaltlich noch einmal untersetzt und schliesslich zur Aufführung gebracht. Parallel dazu wurde eine Ausstellung gezeigt, welche von SchülerInnen vorbereitet wurde, das Mauermuseum sowie den Autor, Schauspieler und Regisseur Manfred Karge im Berliner Ensemble besucht. Die öffentliche Aufführung wurde auf Video festgehalten, um dieses dann mit den SchülerInnen, die an dieser Projektwoche teilnahmen im September auszuwerten.